Die Akademie

Wir verkaufen keine Methoden. Wir machen Gelände lesbar.

Menschen entwickeln sich nicht losgelöst von ihrer Arbeitswelt. Und Organisationen verändern sich nicht ohne die Menschen in ihnen. Deshalb verbinden wir persönliche Entwicklung, Zusammenarbeit und organisationale Wirklichkeit — und machen Zusammenhänge nicht nur verständlich, sondern unmittelbar erfahrbar.

Seit 1990Feldarbeit
Das NUNDU-Prinzip®Aufmerksamkeit und Haltung
Szenische Interaktionentheaterpädagogisch, ohne Rollenspiele
WHO-Lebenskompetenzenin den Arbeitsalltag übersetzt

Wofür wir stehen

Was du nicht bist,
musst du nicht sein.

Der Satz ist keine Absage an Entwicklung. Er ist eine Absage an die Vorstellung, Menschen müssten einem vorgegebenen Ideal entsprechen. Entwicklung beginnt für uns dort, wo Menschen genauer erkennen, was sie prägt, was sie begrenzt und welche Möglichkeiten sie bewusst nutzen wollen. Das stärkt Selbstverantwortung und verändert, wie Menschen handeln, zusammenarbeiten und mit Belastung umgehen.

01

Entwicklung beginnt nicht mit einem Soll.

Wir arbeiten nicht auf eine vorgegebene Version eines Menschen hin. Menschen sollen eigene Muster, Möglichkeiten und Grenzen genauer erkennen und selbst entscheiden, was sie beibehalten, stärken oder verändern wollen.

02

Neugier kommt vor Bewertung.

Vorschnelle Bewertungen verengen den Blick. Wer verstehen will, warum Menschen handeln, wie sie handeln, entdeckt mehr Möglichkeiten für den Umgang mit sich selbst, anderen und schwierigen Situationen.

03

Erkenntnis braucht Erleben.

Deshalb bleibt es bei NUNDU nicht beim Erklären. Zusammenhänge werden ausprobiert, erlebt und gemeinsam ausgewertet, immer bezogen auf das, was die Beteiligten aus ihrem Leben und ihrer Arbeit mitbringen.

04

Tiefe darf leicht sein.

Ernsthafte Themen brauchen keine ernste Atmosphäre. Lachen, Bewegung und spielerische Momente schaffen Offenheit und ermöglichen oft gerade dadurch eine Auseinandersetzung, die in die Tiefe geht.

Der Kern

Was wir bemerken. Was wir daraus machen.

Das NUNDU-Prinzip® klingt einfach. Es hat mehr als zwei Jahrzehnte Praxis gebraucht, um es so einfach sagen zu können. Immer wieder zeigte sich: Zwei Fähigkeiten prägen entscheidend, wie Menschen Situationen erleben und in ihnen handeln.

Das NUNDU-Prinzip®

bewusst gelenkte Aufmerksamkeit selbstbestimmt gewählte Haltung

Aufmerksamkeit gehorcht keinem einfachen Entschluss. Sie springt zu dem, was laut, vertraut oder belastend ist, und bleibt oft dort hängen. Sie bewusst zu lenken heißt, immer wieder neu zu entscheiden, was jetzt wirklich bemerkenswert ist und was keinen weiteren Raum verdient.

Doch auch das, was wir bemerken, legt noch nicht fest, was wir daraus machen. Haltung beginnt dort, wo wir unsere Reaktion nicht allein Gewohnheit, Stimmung oder äußerem Druck überlassen.

Die beiden Begriffe wirken vertraut. Ihre Tragweite zeigt sich erst, wenn ihre verschiedenen Ebenen und ihr Zusammenspiel sichtbar werden. Doch auch dieses Verständnis ist nur der Anfang. Kompetenz entsteht durch Übung: Aufmerksamkeit bewusst zu lenken und Haltung selbstbestimmt zu wählen, auch dann, wenn es darauf ankommt. Beides ist anspruchsvoll. Beides lässt sich üben.

Das Üben

Wenn ein Gedanke in Bewegung kommt.

Wir vermitteln auch anspruchsvolle Zusammenhänge mit Bildern, Humor und einer Leichtigkeit, die ihnen nichts von ihrer Ernsthaftigkeit nimmt. Doch Kompetenz entsteht nicht durch Erklären allein. Was später im Leben verfügbar sein soll, muss ausprobiert und geübt werden. Dafür hat NUNDU eine eigene Form entwickelt: szenische Interaktionen. Sie verbinden theaterpädagogische Mittel so, dass ein zuvor vermittelter Gedanke gemeinsam erprobt und unmittelbar erlebt werden kann.

Szenische Interaktionen — die Bewegung dahinterVerlauf
Gedanke wird vermittelt Gemeinsam erproben Feine automatische Prozesse werden sichtbar Tun Zustand
Lesart: Ein vermittelter Gedanke wird gemeinsam erprobt. Dabei werden feine automatische Prozesse sichtbar, die das Tun sonst unbemerkt begleiten. Verändern kann sich danach beides: das äußere Handeln und der eigene Zustand.

Lebenskompetenzen der WHO

Seit Langem benannt. Noch lange nicht selbstverständlich.

Die Weltgesundheitsorganisation hat bereits 1994 zehn grundlegende Lebenskompetenzen benannt. Sie beschreiben Fähigkeiten, die Menschen brauchen, um ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten.

Dass diese Fähigkeiten benannt sind, bedeutet noch nicht, dass sie im Alltag verfügbar sind.

Für NUNDU sind die WHO-Lebenskompetenzen ein wichtiger internationaler Bezugspunkt. Sie beschreiben genau das Gelände, in dem wir arbeiten: wie Menschen mit sich selbst, mit anderen und mit den Herausforderungen ihres Lebens umgehen.

Zehn Lebenskompetenzen WHO · 1994
  1. Selbstwahrnehmung
  2. Empathie
  3. Kreatives Denken
  4. Kritisches Denken
  5. Entscheidungsfähigkeit
  6. Problemlösefähigkeit
  7. Effektive Kommunikation
  8. Beziehungsfähigkeit
  9. Umgang mit Gefühlen
  10. Umgang mit Stress

Die Handschrift

Hinter NUNDU steht Andreas, der Kartograf.

Der Kartograf

Die Handschrift von NUNDU begann lange, bevor es NUNDU gab. Schon als Jugendlicher nahm Andreas feine Bewegungen, flüchtige Blicke, Spannungen in Stimmen und das Ungesagte zwischen zwei Sätzen wahr. Wenn er Freunde fragte: „Habt ihr das gesehen?“, kam häufig nur die Antwort: „Was denn?“

Diese frühe Erfahrung wurde zum Ausgangspunkt seines Weges. Andreas wollte verstehen, was in und zwischen Menschen wirkt, obwohl es meist unsichtbar bleibt. Er begann zu suchen, zu lernen und später das, was er fand, in der Arbeit mit Menschen immer wieder an der Wirklichkeit zu prüfen.

Mehr als 35 Jahre Seminarpraxis haben daraus eine eigene Handschrift geformt: genau hinsehen, verborgene Zusammenhänge sichtbar machen und Komplexität so übersetzen, dass daraus Orientierung entsteht.

Was auf diesem Weg entstanden ist, macht NUNDU heute für andere zugänglich. Nicht als Sammlung fertiger Antworten, sondern durch Perspektiven, Bilder und Erfahrungen, die Menschen helfen, das eigene innere und zwischenmenschliche Gelände besser zu erkennen.

Auch die Trainerinnen und Trainer der Akademie arbeiten auf dieser Grundlage. Sie bringen ihre eigene Persönlichkeit und Erfahrung ein, folgen aber demselben Anspruch: das Unsichtbare sichtbar zu machen und Menschen Orientierung für eine selbstbestimmte Entwicklung zu geben.

Das NUNDU-Lebensgefühl

Das Leben ist ein Spiel. Spiel es mit Lust.

Das NUNDU-Lebensgefühl ist die Lust, lebendig zu sein. Sich die Neugier, Offenheit und Spielfreude eines Kindes zu bewahren, ohne vor der Verantwortung des Erwachsenseins davonzulaufen. Die Welt nicht nur hinzunehmen, wie sie ist, sondern sie als etwas zu erleben, das wir mitgestalten können.

Wir entscheiden nicht über alles, was uns begegnet. Aber wir können beeinflussen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, welche Gedanken und inneren Haltungen wir nähren und wie wir auf das Leben antworten. Diese Verantwortung ist keine Last. Sie ist Freiheit: die Freiheit, sich selbst und das eigene Leben in Bewegung zu bringen.

Das Leben ernst zu nehmen bedeutet nicht, es schwer zu machen. Wer spielt, darf ausprobieren, scheitern, lachen und einen neuen Zug wagen. Solange Neugier, Spielfreude und Lust in uns lebendig bleiben, funktionieren wir nicht nur, wir sind wirklich lebendig.

Orientierung Eigener Zug

Der nächste Schritt

Jede Zusammenarbeit beginnt mit einem Gespräch über das Gelände. Auch diese.

Sie müssen sich vorher nicht festlegen. Erzählen Sie uns, was bei Ihnen gerade ansteht, und wir sagen Ihnen ehrlich, ob und wie wir weiterhelfen können. Sie hören innerhalb von zwei Werktagen persönlich von uns.

Wir arbeiten mit wenigen Organisationen gleichzeitig. Nicht aus Prinzip, sondern aus Sorgfalt.